Something pure to burn the darkness
A-Team – Review

Hollywoods Ideenlosigkeit hat ein weiteres Beispiel. Die Verfilmung der 80er Jahre Serie „Das A-Team“. Ich bin mit der Geschichte, der vier zu Unrecht verurteilten Army-Ranger, die auf ihrer Flucht in Not geratenen Menschen zur Gerechtigkeit verhelfen, aufgewachsen und sah einer Verfilmung mit Skepsis entgegen. Es gibt halt Stoffe, die brauchen keinen Auftritt auf der großen Leinwand. Das A-Team gehört für mich dazu. Vor allem deshalb, weil man die Charaktere, die diese Serie maßgeblich geprägt haben, nicht mal einfach so wiederauferstehen lassen kann.

 

Regisseur Joe Carnahan schien sich dieser Problematik durchaus bewusst zu sein und engagierte eine viel versprechende Cast für seinen Film. Liam Neeson als Hannibal und Bradley Cooper als Face waren schon mal positive Vorzeichen. Sharlto Copley dürfte District 9 - Kennern im Gedächtnis geblieben sein, die Rolle des Murdock traute ich ihm daher durchaus zu. Aber wer sollte Mr. T ersetzen? Das dürfte die größte Herausforderung gewesen sein. Ob Quinton Jackson an Mr. T heranreichen würde, sollte erst der Film selber zeigen.

Nachdem ich den Trailer im Internet gesehen hatte, wollte ich ihn mir auch im Kino anschauen. Zwar kündigte sich im Trailer bereits eine überzogene Action an, die mit der Originalserie nichts mehr zu tun hatte, aber die Chemie der Hauptdarsteller schien zu passen. Damit war das in meinen Augen wichtigste Element für das A-Team gewährleistet.

Für diejenigen die das A-Team nicht kennen, bastelt Carnahan eine ziemlich billige Entstehungsgeschichte zusammen. Die vier treffen sich zufällig in Mexiko, als Hannibal und Face versuchen ein Mädchen aus den Fängen korrupter Polizisten zu befreien. 8 Jahre später trifft man das inzwischen fest eingeschweißte Team im Irak wieder. Man darf hier nicht allzu sehr nachdenken. B.A. ist in Mexiko noch ein Ex-Ranger der sich als Autodieb verdient und Murdock zu dem Zeitpunkt bereits als Verrückter in eine Heilanstalt eingewiesen. Wie dieser Trupp dann in den Irak kommt, kann eigentlich nur mit der verzweifelten Kriegssituation erklärt werden. Warum man sich hier nicht mehr an der Serie orientiert hat und schlicht den Vietnam-Krieg der Vergangenheit, mit dem Irak-Krieg der Gegenwart ausgetauscht hat, wird wohl ein Rätsel bleiben. Hier hätte man die Entstehung des A-Teams genauso ansiedeln können, auch für Leute die mit der Serie nicht vertraut sind. Es folgt die Geschichte um das Komplott, welches das A-Team als Verbrecher abstempelt. Natürlich hat Hannibal einen Plan, wie er seine Jungs aus dem Knast raus und zum Beweis ihrer Unschuld bringt.

Die Action ist stellenweise etwas überzogen. Und obwohl ich davon eigentlich gar kein Fan bin, macht es beim A-Team noch Spaß. Vor allem der Humor, der an den richtigen Stellen eingesetzt wird, macht so einiges wett. Das wichtigste ist die Chemie des A-Teams untereinander und das passt. Es gibt viele Szenen die typisch A-Team sind und es kommen auch neue Sachen dazu, die das 80er Jahr Ensemble etwas entstauben. Dies dürfte eingefleischte Fans möglicherweise die Nase rümpfen lassen. Die Darsteller machen einen guten Job, auch wenn sie die Originale nicht vergessen machen. Gerade Quinton Jackson als B.A. hat es da schwer. Die Murdock-Momente wiegen aber einiges auf.

Nach zwei Stunden A-Team war ich eigentlich doch überrascht. Der Film unterhält einen auf solidem Niveau. Es ist nicht DER Action-Kracher des verregneten Sommers aber immerhin ganz unterhaltsam.

2.9.10 22:22
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marcel / Website (4.9.10 00:25)
Klingt gut, hab schon angst gehabt das es schlechter gelöst wäre :D
Wobei man sagen muss das es trotzdem traurig ist das erstens die Originaldarsteller fehlen und zweitens die original backgroundstory verändert wurde

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